Ehrenamt sichtbar machen: Verleihung des 13. Anna-Hirsch-Frauenpreises
Ehrenamt sichtbar machen: Verleihung des 13. Anna-Hirsch-Frauenpreises an Aileen Thonig, Marion Eichentopf und Petra Behner
Zum 13. Mal wurde am Internationalen Frauentag der Anna-Hirsch-Frauenpreis verliehen. Mit diesem Preis ehrt Die Linke Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Frauen, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich für eine gerechtere und solidarische Gesellschaft engagieren. In diesem Jahr wurden Aileen Thonig aus Pirna, Marion Eichentopf aus Dippoldiswalde und Petra Behner aus Sebnitz ausgezeichnet.
Die feierliche Preisverleihung fand in der Stadtbibliothek Pirna statt und wurde von der ehemaligen Europaabgeordneten Dr. Conny Ernst begleitet, die in ihrer Rede die Bedeutung von Widerstand und ehrenamtlichem Engagement für den gesellschaftlichen Zusammenhalt betonte.
Drei beeindruckende Frauen für eine starke Zivilgesellschaft
Aileen Thonig (Pirna) – Gründungsmitglied von „SOE gegen Rechts“, hat zahlreiche Demonstrationen und Kundgebungen in der Sächsischen Schweiz Osterzgebirge organisiert um ein Zeichen gegen den Rechtsruck zusetzen
Marion Eichentopf (Dippoldiswalde) engagiert sich ihr in der Kinder- uns Jugendarbeit seit dem sie nach Dippoldiswalde gekommen ist, ist in der Partei stark verankert und ist bei vielen Veranstaltung Mitinitiatorin
Petra Behner (Sebnitz) ist eine engagierte Kindertagesstättenleiterin aus Sebnitz, die sich trotz der Widerstände für Menschen mit Migrationshintergrund einsetzt und für alle ein würdevolles zu gestalten
Ein musikalischer Rahmen von Chor Pir-Moll
Die Veranstaltung wurde musikalisch vom Chor Pir-Moll begleitet, der mit seinen bewegenden Liedern die feierliche Atmosphäre unterstützte. Mit Liedern über Solidarität, Freiheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzte der Chor ein weiteres starkes Zeichen für die Werte, die an diesem Abend geehrt wurden. Die musikalische Begleitung schuf einen emotionalen Rahmen, der den Mut und das Engagement der Preisträgerinnen noch einmal besonders unterstrich.
Ein starkes politisches Zeichen – Bundestagsabgeordnete Zada Salihovic spricht über die Zukunft des Ehrenamts
Als besondere Ehrengästin sprach Zada Salihovic, die seit 2025 als Bundestagsabgeordnete für Die Linke im Parlament sitzt, über die zunehmenden Herausforderungen für ehrenamtlich Engagierte. In ihrer Rede betonte sie, wie wichtig es ist, Ehrenamt nicht nur ideell zu würdigen, sondern politisch abzusichern: „Ehrenamt darf kein Lückenfüller für staatliches Versagen sein. Es braucht mehr finanzielle und strukturelle Unterstützung, damit die Menschen, die unsere Gesellschaft mit
ihrer Arbeit tragen, nicht selbst auf der Strecke bleiben.“
Ein Zeichen für Engagement und Widerstand
„Ehrenamtliche Arbeit ist das Rückgrat unserer Gesellschaft“, betonte die Kreisvorsitzende Lisa Thea Steiner in ihrer Eröffnungsrede. „Doch genau diese Arbeit wird zunehmend angegriffen – sei es durch politische Repressionen, durch die Kriminalisierung von NGOs oder durch eine rechte Politik, die auf Abschottung und Spaltung setzt. Die Frauen, die wir heute ehren, leisten tagtäglich Widerstand gegen diesen gesellschaftlichen Rückschritt.“
Die Verleihung des Anna-Hirsch-Frauenpreises erinnert an die antifaschistische Widerstandskämpferin Anna Hirsch, die sich gegen das NS-Régime stellte und für eine gerechte Welt kämpfte. Ihr Vermächtnis ist heute aktueller denn je.
Mit dieser Preisverleihung soll nicht nur das Engagement einzelner Frauen gewürdigt werden – sie ist auch ein politisches Signal: Solidarität ist stärker als Hass. Widerstand ist notwendig. Und eine gerechtere Welt ist möglich – wenn wir sie gemeinsam erkämpfen.